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PHILHARMONIE LEIPZIG
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Der Markgrafensaal swingte, klatschte und tanzte ///

Freunde und Bewunderer all der beliebten Songs des US-amerikanischen Duos Simon & Garfunkel kamen voll auf ihre Kosten. Dank „Graceland“ wurden ihre Erinnerungen an die beiden großen Sänger auf eine mitreißende Art lebendig.  Das Publikum war von der Vielfalt des Programms sowie der wunderbaren Klangfülle stets restlos angetan.

Die Philharmonie Leipzig gab den Songs mit gefühlvollen Streicher-Arrangements und bombastischen Blechbläsersätzen musikalische Wucht und verleiht ihnen förmlich Flügel. Das Publikum war begeistert. Stehend erklatschte es sich 30 Minuten Zugaben und wollte die Musiker nicht von der Bühne lassen.

Dass der Abend dabei zu einem unterhaltsamen Erlebnis wurde, das ist auch dem Ensembleleiter zu verdanken. Prof. Dr. Michael Köhler, Chefdirigent der Leipziger Philharmonie, hatte seine Musiker nicht nur glänzend vorbereitet. Er leitete das Ensemble mit echtem Drive. Wippend, Hüften schwingend, tanzend und locker, aber mit weit ausholendem Arm die Einsätze steuernd stand er zwischen Gitarren-Duo und Ensemble. Seine Energie und die Freude an der Musik brachen sich in seinen Bewegungen ständig Bahn. Immer wieder suchte er den Kontakt zum Gitarrenduo, ließ dabei aber nie die Verbindung zum Orchester abreißen. Ein echtes Crossover-Erlebnis, musikalisch und darstellerisch, wie man es wohl nur sehr selten sieht.

Jedenfalls hielt es niemanden mehr im Publikum auf seinem Sitz. Der Markgrafensaal swingte, klatschte und tanzte, dass es für alle eine wahre Freude war, während das Trompetenduo eine sensationelle Vorstellung ablieferte. Nicht nur musikalisch. Wie Sprungfedern schnellten die beiden Blechbläser von ihren Hockern hoch, um die Hauptzeile zu unterstützen: „I am a Rock“ wurde damit so von der Bühne geschleudert, dass man den Stein im Parkett förmlich fangen konnte.

_Nürnberger Nachrichten, 14.12.2015

 

Gewagt und gewonnen - Katholische Komponisten zum Reformationstag? Dass diese Idee aufgehen kann, zeigte das Josquin-Projekt am Samstagabend in seinem 29. Projektkonzert in der Thomaskirche. Unter dem Titel „Glauben und Zweifeln“ hatten sich der Kammerchor Josquin des Préz sowie die Philharmonie Leipzig, beide geleitet von Ludwig Böhme auf bisher unbekanntes programmatisches Terrain gewagt und geistliche Kompositionen verschiedener Jahrhunderte miteinander neu verwoben.

So kombiniert das Konzert die Einzelsätze von Franz Schuberts Sinfonie Nr. 4 c-Moll mit der Messe „Fortuna desperata“ von Josquin des Préz sowie Chorälen von Max Reger – durchsetzt mit Luthers Versen in der Vertonung des Zeitgenossen Johann Walther. Allein mit dieser Programmzusammenstellung gelingt den Ausführenden allemal ein eindrucksvoller Gang durch die Musikgeschichte. Doch mehr noch treffen durch diese Auswahl jene drei Komponisten aufeinander, die unmittelbar den Bezug zum Kern des Reformationsgedankens herstellen: Josquin im Vorfeld der Reformation, Schubert während der sich durchsetzenden Aufklärung und Reger aus der Perspektive der anbrechenden Moderne. Alle drei setzten sich zu Lebzeiten intensiv mit ihrem eigenen Glauben auseinander, was sich in den Interpretationen dieses Abends besonders eindringlich niederschlägt.

Der Reger-Choral „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ bildet dabei nicht nur den musikalischen Anfangs- und Schlusspunkt zugleich. Ensembleleiter Ludwig Böhme präsentiert hier eine überaus einfühlsame Instrumentalbearbeitung dieses Chorstücks, dessen samtigtiefe Streicher zu Herzen gehen und eine meditative Atmosphäre über die Zuhörer im Kirchenschiff legen. Eine beeindruckende musikalische Anregung, den Blick auch in Richtung des eigenen Glaubens und Zweifelns zu werfen. Bei Josquin dann schafft es der Kammerchor, seinem Namenspatron alle Ehre zu machen. Ein ums andere Mal quellen die musikalischen Blüten der Messsätze aus dem Altarraum hervor – glasklare Harmoniebögen mit großer kontrapunktischer Raffinesse zusammengesetzt, die eine ausgewogene Balance zwischen Chor und Orchester verraten.

Kaum ein Komponist haderte so sehr mit sich und der Welt wie Franz Schubert. Seiner im Autograph als „tragisch“ bezeichneten Sinfonie Nr.4 c-Moll, seiner ersten in einer Moll-Tonart, merkt man dies jedoch nicht immer an. Böhme führt die Philharmonie energisch durch die teils sehr lebhaften Passagen und entlockt dem sinfonischen Werk trotz Kirchenakustik eine vorwärtsdrängende Lebendigkeit. Ob kleinteilige Motivik oder geschmeidige Linienführung – Böhme lässt das Werk sprechen, so dass selbst die markanten Schlussakkorde schicksalhafte Züge tragen. Zwischen den Schubert- und Josquin-Sätzen wird dann durch vertonte Luther-Texte Johann Walthers der Bogen zu zentralen christlichen Aussagen gespannt. So erinnert der Choral „Mitten wir im Leben sind“ auch harmonisch an den Widerstreit von Glaube und Zweifel: Die reinen, asketisch anmutenden Männerstimmen kämpfen sich im Laufe des Stücks aus dunklen Bassregionen bis zum ersehnten Dur-Schluss ans Licht.

Auch einige Augen bleiben ob der wohltuenden Klänge, die sacht in den Kirchenraum strömen, einige Minuten geschlossen.

Mit langem, herzlichem Beifall gibt das berührte Publikum schließlich den Ensembles und Ludwig Böhme Recht: Das musikalische Wagnis dieses Abends hat sich gelohnt.

_Leipziger Volkszeitung, 02. November 2015

 

...Die Philharmonie Leipzig ist in die eritreische Hauptstadt gekommen, als Instrument auswärtiger Kulturpolitik, als Mittel einer Charme-Offensive zur Verbesserungen der Beziehungen zwischen Deutschland und Eritrea. Der kleine Staat am Horn von Afrika ist im Westen so etwas wie der Inbegriff des Bösen geworden… Jetzt also diese Initiative des deutschen Botschafters für kulturelle Verständigung. Die Philharmonie soll Türen öffnen. Damit auch politische und wirtschaftliche Annäherung fördern… Integration oder Abschottung – das ist die grundsätzliche Frage bei dieser Reise. Eine Frage, die sich auch die Musiker stellen. Doch da ist ebenso der Reiz des unbekannten Landes, über das in Deutschland fast nichts bekannt ist. Drei Tage waren sie dort. Vor allem in der Hauptstadt Asmara. Zum offiziellen Höhepunkt des Jahres, dem Unabhängigkeitstag am 24. Mai. …Die Botschaft: Nach langem Kampf mit Äthiopien bauen wir unser eigenes Land auf. Nach unser Ideologie.

Zwischen lokalen Popstars setzt das Leipziger Orchester unter Leitung von Dirigent Michael Köhler ein Ausrufezeichen. Die klassische Musik fällt völlig aus dem Rahmen der großen Show. Nicht nur höfliches Klatschen, sondern echte Begeisterung schallt den Philharmonikern entgegen. Das staatliche Fernsehen EriTV überträgt live. Der Auftritt ist für beide Seiten ein Gewinn: Der deutsche Botschafter stößt Türen für eine Annäherung mit dem afrikanischen Land auf, und die eritreische Regierung kann sich vor dem eigenen Volk als international anerkannt präsentieren…

Über die eigene Regierung will in Asmara auf offener Straße niemand sprechen. Die Bevölkerung hat Angst vor Repression. Freie Medien gibt es nicht, andererseits läuft in den Bars und Cafés BBC World oder Euronews. Die Menschen wissen, was los ist in der Welt. Und dass die Musiker aus Deutschland jetzt zu Gast sind.

Am letzten Abend der Reise, einen Tag nach dem Konzert im Nationalstadion, spielen die Philharmoniker auf der Bühne des kolonialen Opernhauses von Asmara. Auf der ersten Empore sitzen Botschafter und Regierungsvertreter. Im Saal das eingeladene und spontan an Karten gekommene Volk. Es wird ein grandioses Konzert. Fern von Europa, in einer fremden Welt, doch mit klassischen Klängen in einem von Italienern erbauten Opernhaus. Das Publikum lauscht gebannt den fremden Tönen, nutzt jede Gelegenheit zum Mitklatschen. In solchen Momenten ist die Politik egal. Nur noch die Musik zählt. Ihr verbindenes Element – vielleicht ein Weg der Verständigung.

_Leipziger Volkszeitung, 30./31. Mai 2015

 

ARCHIV 2015

DAS NEUJAHRSKONZERT 2015

Leipzig, Gewandhaus/Mendelssohn-Saal, 01. 01. 2015, 19 Uhr

Konzertgala mit berühmten und bekannten Melodien aus Operette, Musical und Konzert

Musik von Johann Strauß, Jacques Offenbach, Wolfgang Amadeus Mozart u.a.

Mit Sophie Berlín (Sopran) und Stephan Gogolka (Bariton)

Michael Koehler - Leitung

 

SIMON & GARFUNKEL Tribute

Karlsruhe, Stadthalle/Brahms-Saal, 13. März 2015, 20 Uhr

Wir präsentieren die besten und populärsten Songs des berühmten Duos Simon & Garfunkel

Infos unter SimonandGarfunkelTribute.de

 

SIMON & GARFUNKEL Tribute

Balingen, Stadthalle, 20. März 2015, 20 Uhr

Wir präsentieren die besten und populärsten Songs des berühmten Duos Simon & Garfunkel

Infos unter SimonandGarfunkelTribute.de

 

SIMON & GARFUNKEL Tribute

Leipzig, Haus Leipzig, 21. März 2015, 20 Uhr

Wir präsentieren die besten und populärsten Songs des berühmten Duos Simon & Garfunkel

Infos unter SimonandGarfunkelTribute.de

 

KONZERTE IN  ASMARA / ERITREA

Reise 21.- 26. Mai 2015 auf Einladung der Deutschen Botschaft und des Goethe-Institutes

Werke von Beethoven, Strauß u.a.

Leitung: Michael Köhler

 

CARMINA BURANA

Leipzig, Peterskirche, 31. Mai 2015, 19 Uhr

1000 Jahre Leipzig - Konzert zum Stadtjubiläum

Philharmonischer Chor Leipzig mit Leipziger Sängern

Solisten: Ruth Ohlmann, Martin Petzold, Daniel Blumenschein

Leitung: Michael Köhler

 

ITALIENISCHE NACHT  MIT  PAUL POTTS

Plauen, Parktheater, 19. Juni 2015, 20:00 Uhr

Singakademie Plauen

Solisten: Paul Potts & Laura Alonso

Leitung: Michael Köhler

 

GETHSEMANE UND GOLGATHA

Leipzig, Freitag 17. Juli 2015, 19 Uhr

Musik und Texte von J.S.Bach

Holger Engelhardt (Violine) und Michael Koehler (Klavier)

 

VERDI-GALA

Berlin, Britzer Garten, Samstag 29. August 2015, 19:30 Uhr

Konzertchor der Staatsoper „Unter den Linden“ Berlin

Solisten: Adriane Queiroz, Sopran / Philipe Rojas Velozo, Tenor /

Roman Trekl, Bass

Ouvertüren, Opernchöre und Arien aus Nabucco, Rigoletto, Trovatore, La Traviata und  Don Carlo.

Leitung: Frank Flade

 

SIMON & GARFUNKEL Tribute

Heilsbronn, Hohenzollernhalle, Freitag 2. Oktober 2015, 20 Uhr

Wir präsentieren die besten und populärsten Songs des berühmten Duos Simon & Garfunkel

Infos unter SimonandGarfunkelTribute.de

 

SIMON & GARFUNKEL Tribute

Leipzig, Haus Leipzig, Samstag 3. Oktober 2015, 20 Uhr

Wir präsentieren die besten und populärsten Songs des berühmten Duos Simon & Garfunkel

Infos unter SimonandGarfunkelTribute.de

 

GEDENKKONZERT FRIEDLICHE REVOLUTION - FREIHEIT SCHÖNER GÖTTERFUNKEN

LESUNG MIT MANFRED KRUG

Leipzig, Peterskirche, Freitag 9. Oktober 2015, 20 Uhr

Ludwig van Beethoven Sinfonie No. 9

Leipziger Lehrerchor, Philharmonischer Chor

Solisten: Theresa Dittmar, Sopran / Carolin Masur, Alt / Falk Hoffmann, Tenor / Stephan Klemm, Bass

Leitung: Michael Koehler

 

GLAUBEN UND ZWEIFELN

Leipzig, Thomaskirche, Samstag 31. Oktober 2015, 20 Uhr

Franz Schubert Sinfonie Nr. 4 c-Moll

Josquin des Préz Missa Fortuna desperata

Max Reger und Johann Walther Luther-Choräle

Kammerchor Josquin des Préz

Leitung: Ludwig Böhme

 

VERDI - REQUIEM

Leipzig, Peterskirche, Samstag 7. November 2015, 20 Uhr

Robert-Franz-Singakademie Halle, Philharmonischer Chor Leipzig

GEDENKEN UND HELFEN - DAS BENEFIZKONZERT DER PHILHARMONIE LEIPZIG

Leitung: Michael Koehler

Solisten: Laura Alonso / Sopran, Marie Henriette Reinhold / Mezzospran, Sergi Carreras / Tenor, Pablo Atahualpa / Bass

 

FESTLICHES ADVENTSKONZERT

Fürth, Stadthalle, Freitag 4. Dezember 2015, 19 Uhr

Tschaikowski  Nussknacker-Suite

Vivaldi   Le Quattro Stagioni

Violine: Holger Engelhardt

Erzählerin: Claudia Gräf (ARD, MDR)

Leitung: Michael Koehler

 

SIMON & GARFUNKEL Tribute

Schwabach, Markgrafen-Saal, Samstag 12. Dezember 2015, 20 Uhr

Wir präsentieren die besten und populärsten Songs des berühmten Duos Simon & Garfunkel

Infos unter SimonandGarfunkelTribute.de

 

YOUNG SYMPHONC CONCERTS

Leipzig, Plan B, Samstag 12. Dezember 2015, 20 Uhr

SpieleMusik mit der Kammerphilharmonie Leipzig

Internationale Solisten mit innovativer Presentation

Musik von W.A.Mozart

 

 

FESTLICHES WEIHNACHTSKONZERT

Leipzig, Peterskirche, Freitag 25. Dezember 2015, 17 Uhr

Tschaikowski  Nussknacker-Suite

Vivaldi   Le Quattro Stagioni / Die vier Jahreszeiten

Violine: Holger Engelhardt

Erzählerin: Claudia Gräf (ARD, MDR)

Leitung: Michael Koehler

 

SILVESTERKONZERT  Johann-Strauss-Gala

Leipzig, Kongresshalle am Zoo, Donnerstag 31. Dezember 2015

17 & 20 Uhr

Leitung: Michael Koehler

Solisten: Theresa Dittmar, Sopran / Philippe Spiegel, Bariton

 

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